Peter Jennrich
- Facharzt für Allgemeinmedizin/Naturheilverfahren/Akupunktur
- Direktor des International Board of Clinical Metal Toxicology
- Wissenschaftlicher Berater der Deutschen Ärztegesellschaft für klinische Metalltoxikologie

Entschlackung- muss das sein ?

Das Wort „Verschlackung“ löst bei den Menschen unterschiedliche Reaktionen aus. Während man in der Naturheilkunde sehr großen Wert darauf legt, gezielte Entschlackungsmaßnahmen durchzuführen, um die Gesundheit zu erhalten oder wiederherzustellen, gibt es von Seiten der sog. „Schulmedizin“ immer wieder die Auffassung, es gäbe überhaupt keine Schlacken.

Um Klarheit zu schaffen, will ich Ihnen hiermit einige Zusammenhänge aus Sicht der Naturheilkunde näher bringen.

I.) Die Zellen stehen nicht in unmittelbarem Kontakt mit den Blutgefäßen. Zwischen den Blutgefäßen und den Zellen befindet sich die sogenannte Matrix, die einem feinen Sieb vergleichbar ist, durch das der Sauerstoff und die Nährstoffe, die für die Zelle bestimmt sind, hindurch wandern müssen.


II.) Auch die Abfallprodukte des Zellstoffwechsels (CO2,Harnsäure, Lactat,..) müssen durch die Matrix diffundieren, um vom Blut- und Lymphsystem aufgenommen und über Niere, Lunge und Leber  entgiftet zu werden. Ist das Sieb der Matrix durch Nahrungs-, Stoffwechsel- oder Umweltgifte überfordert, so spricht man in der Naturheilkunde von „Verschlackung“.

„Schlacken“:

  1. Nahrungsgifte :     Übereiweißung, Überzuckerung, Übersäuerung,..
  2. Stoffwechselgifte: Harnsäure, Milchsäure, Kohlendioxid,..
  3. Umweltgifte:         Quecksilber, Blei u.a. Schwermetalle,  
                                  Pestizide, Chemikalien, …

 

III.) Nach naturheilkundlichen Verständnis liegt in dieser Verschlackung die Ursache für die meisten Zivilisationskrankheiten begründet. Eine mit schädlichen Giften überlastete Matrix ist somit oftmals die Ursache für Schmerzen, Allergien, Verschleißerkrankungen, Durchblutungsstörungen, Krebserkrankungen u.v.a. mehr. Dr. Reckeweg, ein bedeutender Naturheilkundearzt des 20.Jahrhunderts hat darauf hingewiesen, dass der Körper sozusagen als Notlösung für die Verschlackung mit einer Entzündung reagiert. Dadurch wird die Durchblutung in dem betroffenen Organ gesteigert. Dies führt zu einem vermehrten Antransport von Abwehrzellen, den sogenannten „Fresszellen“, die die Schadstoffe bis zu einer gewissen Menge unschädlich machen können, um sie dann über Blut und Lymphsystem auszuscheiden.

IV.) Nach Auffassung von Dr. Reckeweg liegt in der naturheilkundlichen biologischen Medizin die Chance, diesen Hilferuf des Körpers ernst zu nehmen und über eine Unterstützung der Entgiftung und des Immunsystems, die Gesundung des Patienten aktiv zu unterstützen.  Wird die Entzündung jedoch unterdrückt und findet keine Unterstützung der Entgiftung statt, dann kommt es meist zu weiteren oft chronischen
Beschwerden, die auch erst Jahre später in Erscheinung treten können.


V.)  Die Unterstützung des Körpers bei der Ausscheidung von „Schlacken“ dient – sofern noch keine Beschwerden bestehen- der Gesunderhaltung des Menschen. Dies ist ähnlich wie mit dem „Zähne putzen“: Vorbeugung ist besser als eine aufwendige Sanierung beim Zahnarzt. Doch nicht nur die Zähne freuen sich über eine gründliche Pflege. Auch die Leber, die Nieren, das Herz und die Blutgefäße, das Gehirn und das Nervensystem, die Muskeln und die Gelenke danken es Ihnen, wenn Sie sich um sie kümmern, bevor Schmerzen oder andere Symptome auftreten.

Allgemeine Maßnahmen zur Entschlackung:

  1. individuelle Unterstützung der Entgiftungsorgane gemäß Veranlagung (Irisdiagnose) mit Tees, Vitaminen, pflanzlichen Medikamenten oder homöopathischen Präparaten
  2. Ernährungsumstellung (tierisches Eiweiß und Genussgifte meiden )
  3. ausreichende Trinkmenge
  4. homöopathische Entgiftungstherapie (z. B. Phönix-Entgiftungstherapie)
  5. (Teil-) Fasten
  6. Basenbäder
  7. Bewegung,…

Doch die Naturheilverfahren sind nicht nur zur Vorbeugung geeignet. Sie können auch bei schweren und langwierigen Beschwerden oft erstaunlichen Erfolg haben. Schon so manche Operation wurde überflüssig und so manches Medikament konnte wieder abgesetzt werden, nachdem eine konsequente Entschlackung und Unterstützung der Selbstheilungskräfte durchgeführt wurde.

VI.) Die Entschlackung ist umso wirkungsvoller, je individueller sie durchgeführt wird. Um den Verschlackungsgrad einschätzen zu können und um die Faktoren zu erkennen, die dazu geführt haben, gibt es verschiedene bewährte naturheilkundliche Diagnoseverfahren. Während die Irisdiagnose viel Auskünfte über grundlegende konstitutionsbedingte Stoffwechsel- und Organfunktionen gibt, dienen die Untersuchung des Lebendblutes im „Dunkelfeld“ und die Prüfung der Regulation des vegetativen Nervensystems mit dem sog. „VEGA-CHEK“   hauptsächlich der Überprüfung der aktuellen  Verfassung.

Möglichkeiten, den Verschlackungsgrad eines Patienten festzustellen:

  1. Irisdiagnose
  2. Dunkelfelduntersuchung des Blutes
  3. Vegacheck
  4. körperliche Untersuchung

Daraus ergibt sich Gesamtbild des Patienten, das es erlaubt, neben den allgemeinen Entgiftungsmaßnahmen eine möglichst individuelle Therapie durchzuführen.    

 VII.) Da die Organe keine „Einzelkämpfer“ sind, sondern gemeinsam die Auf-gaben des täglichen Lebens meistern, bestehen enge Wechselbeziehungen untereinander. Wenn es einem Organ -z.B. dem Herz-  gut geht, dann wirkt sich das positiv auf die anderen Organe aus: sie werden - im Falle des Herzens- besser durchblutet.  Wenn es einem Organ schlecht geht z.B. dem Darm, so hat das eher negative Auswirkungen auf die anderen Organe.

Die Naturheilkunde kennt verschiedene Therapiemethoden, die nicht nur auf ein Organ wirken, sondern den ganzen Körper positiv unterstützen können.

Dazu zählen 

- die Sauerstoffeigenblut-Therapie, die vor allem auf die blutreichen Organe Leber, Niere, Herz, Gehirn, Knochenmark und Milz wirkt, aber auch die Mikrozirkulation am Auge, Gehör und Gleichgewichtsorgan verbessert.


- die Ultraviolettbestrahlung des Blutes (UVB), die das Immunsystem stimuliert und ebenfalls auf die Mikrozirkulation einwirkt


- die „Chelattherapie“ die Schwermetalle entgiftet und die Durchblutung des Herzens und der Arterien der Beine und des Gehirns verbessert.


- die Colonhydrotherapie, die nicht nur zur Entschlackung des Darmes sondern auch zur Entlastung der Leber, des Lymphsystems, des Bindegewebes, des Blutes und des Nervensystems dient.


Vom Standpunkt der Organe aus gesehen, gibt es im Rahmen der Naturheilkunde eine ganze Reihe von hilfreichen Entschlackungsmassnahmen:

  1. - Entschlackung über den Weg des Blutes:
       - Sauerstoff-Eigenblut-Behandlung,
       - Ultraviolett-Bestrahlung des Blutes,
    -  kleine Eigenblut-Therapie
       (Leber, Niere, Grundsystem)
  2. - Entschlackung des Lymphsystems:
       - Elektrolyse-Fußbad
       - Colon-Hydro-Therapie
       - Pneumatron-Behandlung
       - Baunscheidt-Verfahren
  3. - Entschlackung über den Darm:
       - Abführende Maßnahmen
       - Einlauf
       - Colon-Hydro-Therapie
  4. - Entschlackung über die Haut:
       - Basenbäder
       - Scenar-Therapie 
       - Baunscheidt
       - Schröpfverfahren
       - Elektrolyse-Fußbad

Sie sehen schon, es gibt neben dem „Zähne putzen“ noch weit mehr Möglichkeiten die Organe zu pflegen und ihr Bestreben zur Selbstheilung zu unterstützen.
Dies war nur ein kleiner Einblick in das Gebiet der Entschlackung aus naturheilkundlicher Sicht. 

Im nächsten Kapitel wird auf einige ausgewählte "Ausleitungsverfahren" noch etwas näher eingegangen.  
 

 



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